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Die Eltern - ein Kariesrisiko für das Kind?

In der Mundhöhle eines neugeborenen Kindes gibt es noch keine säure-unempfindlichen Bakterien. Diese kommen erst mit dem Durchbruch der ersten Milchzähne in den Mund des Babys, da sie sich nur auf harten Oberflächen ansiedeln können. Der Eintritt der Mutans Streptokokken in den Kleinkinder-Mund erfolgt via Fremdspeichel, meistens via Speichel der Mutter, des Vaters oder einer anderen Drittperson durch Abschlecken des Schnullers, des Flaschen-Saugers oder des Breilöffels.

Die Bakterienbelastung im Mund von Mutter und Vater spielt bei der Mund-zu-Mund-Übertragung eine grosse Rolle und sollte deshalb frühzeitig bekannt sein. Die Bakterienübertragung erweist sich besonders während des Zahndurchbruchs als äusserst gefährlich, da sich die übertragenen Mutans Streptokokken am noch porösen Schmelz gut anhaften können. Da sich leider das Zahnputzen in dieser jungen Kleinkinder-Phase sehr schwierig gestaltet, muss das Übertragungsrisiko durch Mutter und Vater verringert werden. Dies kann durch einen generellen Übertragungsstopp via Schnuller, Sauger, Löffel (kein Abschlecken!) oder durch die eigene Keimzahl-Verringerung durch eine gezielte Mund-Vorsorge erreicht werden.

Es stehen Tests zur Verfügung, die die Höhe der bakteriellen Besiedelung der Mundhöhle mit Mutans Streptokokken und Laktobazillen aufzeigen können. Für werdende und junge Eltern sind diese Tests eine Möglichkeit, ihr Übertragungsrisiko zu bestimmen.  

Quelle:
Dr.med.dent Peter Minnig
Schularztklinik
4052 Basel